Kompositionen

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Dauer: ca. 12′

Uraufführung am 5. Dezember 2025 in der Stadtbücherei, Frankfurt am Main, Deutschland.

Im Auftrag und uraufgeführt von Broken Frame Syndicate:

Katrin Szamatulski – Flöte

Moritz Schneidewendt – Klarinette

William Overcash – Violine

Laura Hovestadt – Viola

Nathan Watts – Violoncello

 

Über das Stück:

Auftrag war es, auf den Song „Macht kaputt, was euch kaputt macht” von Ton Steine Scherben zu reagieren.

Hier geht es nicht um Befreiung durch Gewalt, sondern um Befreiung durch die Umgestaltung von Strukturen und Positionen. Es handelt sich um einen kollektiven Akt der Befreiung: Die Fesseln lösen sich nicht durch den Kampf des Einzelnen, sondern durch die Kooperation vieler.

Anfangs herrscht Enge – Bewegungen sind eingeschränkt, Handlungsspielräume begrenzt. Doch durch bewusste Neuordnung entsteht mehr Raum, wo zuvor Bedrängnis war. Durch gemeinsames Umdenken, nicht durch gewaltsamen Kampf, wird eine bessere Situation konstruiert.

Am Ende steht der wechselseitige Blick. Gegenseitige Rücksichtnahme und Solidarität sowie eine fließende Kommunikation – sowohl optisch als auch akustisch – verleihen dem Kollektiv seine Machtposition.

Der Titel Shifting verweist auf zwei zentrale Verschiebungen bzw. Veränderungen im Stück: Zum einen ändern sich die Positionen der Musiker im Raum, zum anderen werden musikalische Strukturen – sei es in Tonhöhe, Rhythmik oder Dynamik – wie feste Bausteine neu angeordnet.

Dauer: ca. 8′

Premiere am 3. November 2025 in der Musikakademie Basel.

 

Der richtige Name ist: I   I   I    I  I

Dauer: ca. 12′

Premiere am 2. März 2025 in der Musikakademie Basel, Schweiz. Von:

Miriam Paschetta, Harfe
Ignat Khlobystin, Flöte
Rafael Esparrell, Klarinette
Carmen Salguero Indias, Saxophon
Angelo Vardabasso, Kontrabass
Alexandre Silva, Schlagzeug

Duration: ca. 7 mins

Premiere on November 18, 2024 at the Basel Music Academy with Yunan Chen.

Über das Stück:

Dieses Musikstück beruht auf meinem Interesse an einem bestimmten akustischen Phänomen: der Einfluss der Bogenposition auf die Klangqualität von Flageoletts. Wenn der Bogen exakt an eine anderen Schwingungsknoten der Obertonreihe des gespielten Flageoletts platziert wird – was in der Regel vermieden wird –, erzeugt schwer kontrollierbare Klänge. Je nach Bogendruck, Bogengeschwindigkeit, Zustand der Saiten, Dicke der Saite und Höhe des Flageoletts hört man von Multiphonics bis zu äußerst verfremdeten Klangfarben.

Aus diesem quasi Ein-Ton-Stück entstehen nach und nach mehrere Töne – zunächst mikrotonale Abweichungen und Oktaven desselben Tons. Die lang gehaltenen Töne des ersten Teils werden allmählich durch schnelle Arpeggios ersetzt, wodurch sich der Charakter des Stücks stark verändert. Der Tonumfang erweitert sich schrittweise. Ab dem zweiten Teil der Komposition bestehen alle Töne aus Naturflageoletts. Dennoch bleibt der ursprüngliche Ton immer wieder hörbar und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Stück.

Im ganzen Stück ist jeder Ton genau notiert und kontrolliert – bis auf den allerletzten Moment. Dort lasse ich zum ersten Mal bewusst Freiraum: Der Musiker soll eine bestimmte Bewegung ausführen, aber ohne festgelegte Töne. Dieses unscheinbare Detail am Schluss wirkt wie ein kurzer Blick ins Unbekannte – ein feiner Bruch inmitten des strengen Regelwerks.

 

Dauer: ca. 24′

Ein Kompositionsauftrag des „Festival of Resilience“ für seine fünfte Edition.

Uraufführung am 13.10.2024 mit Else Ensemble und Valentin Lutset. In Freylinghausen-Saal, Halle (Saale).

 

Über das stück:

Dieses Stück ist ein Auftrag des Freunds Valentin Velvel Lutset für das „Festival of Resilience“ fünf Jahre nach dem rassistischen, frauenfeindlichen und antisemitischen Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019.

Ich beschäftige mich vor allem mit der Idee der Resilienz in der Psychologie. Eine Person ist in der Regel nach einem Trauma nicht in der Lage ist, zum Leben zurückzukehren, die sie vor dem Schock hatte. Die Fähigkeit resilient zu sein besteht genau darin, sich neuerfinden zu können, so dass man Strategien findet, wie man das Leben neugestalten kann. Wie Mollie Sharfman, eine Überlebende des Attentats, einmal gesagt hat: „nach fast drei Jahren ist mir klar, dass es nicht möglich ist, zurückzukehren. Mit den Folgen der Gewalttaten eines anderen zu leben, ist meine neue Realität.“

Es gibt im Stück einen Kernakkord, der das Fundament der Komposition bildet. Dieser transformiert sich fortwährend, entfernt sich von seiner ursprünglichen Gestalt und kehrt zu einer veränderten Form des Originalen zurück. Der Zyklus wiederholt sich mehrmals im Stück. Das Shofar (ein Zeremonieinstrument des Judentums) bekommt eine solistische Rolle dabei und markiert immer die Schließung dieses Kreises. Nach dem Shofar-Solo erklingt immer eine neue Form des Kernakkords, der trotz Veränderungen seine Identität bewahrt. Seine Rolle hier ist vergleichbar mit seiner für die Markierung des Neuanfangs des jüdischen Kalenders – Rosh Ha‘shana. Dabei ist jedes neue Jahr nicht bloß eine Wiederholung eines Zyklus, sondern eröffnet uns die Möglichkeit Fehler zu korrigieren, sich neu zu positionieren und sich neu zu erfinden. Wenn man zur Metapher des Kreises

Dauer: ca. 5′

Uraufführung von Shelly Ezra am 7.3.24 in Leipzig.

Dauer: ca. 7′

Streicherbesetzung 6/5/5/5/4

Das Stück ist als Auftrag der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main für das 75-jährige Jubiläum ihrer Wiederbegründung für das hr-Sinfonieorchester entstanden.

Premiere am 13.09.23 im hr-Sendersaal unter der Leitung von Jonathan Stockhammer.

Von der Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/frankfurt/juedische-gemeinde-frankfurt-die-zukunft-mitgestalten-92519894.html

Dauer: ca. 19′

Premiere am 10.12.2022 von Ensemble Rot in E_Werk – Freiburg im Breisgau

Aufnahme: Ensemble Rot (Nagisa Shibata, Nanae Kubo und Teresa Grebchenko) und Alexander Reiff. 16.02.24 im Dr. Hoch’s Konservatorium – Frankfurt am Main/Germany

Dauer ca. 12′

Premiere am 08.11.21 im Rahmen der Veranstaltung „Erinnern in Musik – Zwei Generationen begegnen sich im Philanthropin“
anlässlich der sich zum 83. Mal jährenden Pogromnacht.

In der I.E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin – Frankfurt am Main.

Hagit Halaf (Violine)
Juval Langheim Halaf (Trompete)

Dauer 37′

Premiere am 5. März 2019 in der KunstKulturKirche Allerheiligen (Frankfurt am Main)

Richard Millig (Orgel)

Stefanie Januschko (Akkordeon)

Bálint Gyimesi (Klarinette)

Silva Fedler (Blockflöten)

Seohun Mun (Kontrabass)

Marianne Kelm (Geige) 

Camilo Bornstein (Soundregie)

Dauer ca. 9′

Premiere der bearbeiteten Version: Juni 2019 an Det Kongelige Danske Musikkonservatorium in Kopenhagen – Dänemark

Ben Malinowski (Gitarre)
Kendzsi Tanaka (Cembalo)

Dauer ca. 15′

Premiere: 2019 an der HfMDK – Frankfurt am Main

Aufnahme:

  1. Januar 2020 an der HfMDK – Frankfurt am Main

Interpret*innen:
Claudia Warth (Flöte)
Yuri Jang (Violine)
Jaume Cerdà i Martí (Klarinette)
Manuel Fernandez (Viola)
Roman Bozzetta (Posaune)
Raquel Rivera Novillo (Cello)
Lea Dussarrat (Fagott)
Enrique Rodríguez Yebra (Kontrabass)
Minsung Kwon (Dirigent)

Dauer ca. 7’30“

Premiere: 2018 an der HfMDK – Frankfurt am Main

Aufnahme:

  1. Januar 2020 an der HfMDK – Frankfurt am Main

Interpret*innen:
Claudia Warth (Flöte)
Yuri Jang (Violine)
Jaume Cerdà i Martí (Klarinette)
Manuel Fernandez (Viola)
Roman Bozzetta (Posaune)
Raquel Rivera Novillo (Cello)
Lea Dussarrat (Fagott)
Enrique Rodríguez Yebra (Kontrabass)
Minsung Kwon (Dirigent)

Dauer: ca. 15′

Beauftragt von Quarteto Atlântico

Premiere: 2016 in Rio de Janeiro – Brasilien

Dauer: ca. 8′

Beauftragt von João Senna

Premiere: 2015 in Rio de Janeiro – Brasilien